Eier-Skandal: mindestens 3 Millionen Eier in Deutschland mit Insektizid Fipronil verunreinigt

Leider hat der Eier-Skandal rund um das Insektizid Fipronil stärkere Auswirkungen auf Deutschland als zunächst angenommen, wie u.a. die Tagesschau und die Süddeutsche berichten. Mittlerweile sind 12 deutsche Bundesländer betroffen. Betriebe dort haben Lieferungen mit verseuchten Eiern erhalten.

Braune Eier mit Erzeugercode bedruckt in Eierkarton


Hintergründe

Fipronil ist ein Insektizid, das normalerweise bei Pflanzen und auch Haustieren zur Abtötung von Parasiten eingesetzt wird. Verboten ist die Anwendung bei Tieren, die Lebensmittel liefern. In Hühnerställen hätte es also niemals zum Einsatz kommen dürfen. Auch als Pflanzenschutzmittel darf es hierzulande nur mit Ausnahmegenehmigung eingesetzt werden.

Der Ursprung der Eier-Katastrophe liegt den neuesten Erkenntnissen nach in Belgien. Dort wurde ein für die Säuberung von Anlagen zur Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gestreckt. Dieses verunreinigte Desinfektionsmittel ist in die Niederlande und auch nach Deutschland geliefert worden. Die Betriebe in Deutschland, in welchen das gepanschte Desinfektionsmittel eingesetzt wurde, befinden sich in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. In den Niederlanden und in Deutschland fand das Mittel Anwendung in Hühner-Ställen, deren Eier dann in 12 deutsche Bundesländer geliefert wurden.

Die großen Supermarktketten haben bereits reagiert und betroffene Eier aus dem Verkauf genommen.


Was bedeutet das für den Endverbraucher?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) teilt mit, dass für Erwachsene keine akute Gefährdung besteht. Die Anzahl pro Tag verzehrter Eier müsste dafür bei etwa 7 oder mehr liegen. Kinder jedoch könnten aufgrund ihres geringeren Körpergewichtes gefährdet sein. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um eine konkrete Gefährdung der Gesundheit, sondern um ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Besonders brisant ist, dass die Aufnahme des Giftes allein durch das Vermeiden von Eiern nicht ausgeschlossen werden kann, da auch Produkte, in welchen Eier verarbeitet wurden, wie beispielsweise Mayonnaise, Nudeln und Eis, kontaminiert sein können.

Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte momentan am besten auf Eier aus kleinen Hühnerställen, wie sie im ländlichen Bereich noch des Öfteren zu finden sind, zurückgreifen. Ist dies nicht möglich, ist anzuraten den Erzeugercode, der auf jedem Ei im Handel abgedruckt sein muss, zu kontrollieren.

Befinden sich folgende Aufdrucke auf dem Ei, sollte dieses vernichtet oder in den Supermarkt zurückgebracht werden. In den großen Märkten werden die Eier gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgenommen (Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/eier-121.html):

In den Niederlanden wird empfohlen alle Eier mit dem Code X-NL-40155XX ("X" steht für alle Zahlen von 0 bis 9) nicht zu essen

Weitergehende und ständig aktualisierte Informationen zum Eierskandal und Hinweise für Verbraucher zum Umgang mit verunreinigten Eiern gibt es auf dem Internetportal des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit www.lebensmittelwarnung.de.


1 Kommentar

Von Erwin Gabler am 04.08.2017, 06:56 Uhr:

So ein Glück, das unser privater Eierlieferant davon nicht betroffen ist! Da schmeckt das Frühstücksei gleich doppelt gut!

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